Rezension: „Das große Buch vom Brot“ von A. Simon, M. Simon und A. Schmidt

6. April 2018Ina
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In einem meiner letzten Rezepte, dem Quarkzopf, hab ich sie schon angekündigt und hier kommt sie! Meine Rezension des Backbuchs: Das große Buch vom Brot*. Dieses Buch habe ich mir vor zwei Jahren in einer Buchhandlung gekauft. Ich war mir erst nicht sicher, ob ich es wirklich nehmen soll, weil es etwas mehr kostetete als ich ursprünglich ausgeben wollte. Ich stand eine Weile unschlüssig da, entschied mich dann aber doch dafür:

  • Es war ein großes, dickes Buch mit Hardcover-Einband und zwei praktischen Lesebändern.
  • Ich konnte schon beim ersten Durchblättern erkennen, dass interessante und vielseitige Rezepte auf mich warteten.
  • Mir gefielen Aufteilung und Design auf Anhieb.

Ich kaufte das Buch also und habe es bis heute nicht bereut. Tatsächlich ist der Einband schon etwas abgenutzt, weil das Buch beim Brotbacken schon so oft auf meiner Küchenzeile lag. Wieso ich es so gerne mag? Lest es in meiner Rezension….

 

Hintergrund

Die Autoren Arno Simon, Marie Thérèse Simon und Alexander Schmidt führen zusammen die Bäckerei Simon, mit der sie im Jahr 2014 die ZDF-Sendung Deutschlands bester Bäcker gewannen. Sie setzen auf traditionelles Bäckerhandwerk mit natürlichen Zutaten und altem Wissen. Auf Fertigbackmischungen und Lieferungen von der Großbäckerei verzichten sie ganz bewusst. Eine gute Basis für ein Brotbackbuch, das sie nach der Sendung zusammen mit dem Christian Verlag konzipierten und herausgaben.

 

Aufbau und Inhalt

Mit sage und schreibe 115 Rezepten ist Das große Buch vom Brot* wirklich sehr groß und umfangreich. Die meisten Backbücher enthalten nur ein Drittel so viele Rezepte… Dazu kommt eine ausführliche Einleitung zu den Themen Warenkunde und Küchenpraxis. Darin wird alles behandelt, was ein Brotbäcker (in spe) wissen möchte:

  • Welche Getreide- und Mehlsorten werden beim Brotbacken gebraucht und worin liegen die Unterschiede? Welche sonstigen Zutaten sind wichtig und warum? Wie stelle ich Hefe- und wie Sauerteige her?
  • Welche Vorteige und Vorstufen gibt es beim Brotbacken? Was sind Koch-, Brüh- und Quellstück?
  • Wie muss ich den Brotteig kneten, gehen lassen und einschneiden?
  • Was muss ich beim Backen beachten?

All diese grundlegenden Fragen werden einfach und verständlich erklärt. Besonders gut finde ich dabei die beigefügten Schritt-für-Schritt-Bilder, auf denen man ganz genau sieht, wie man beispielsweise einen Zopf flechtet. Eine gelungene Einführung, besonders für Brotback-Neulinge.

 

Rezepte und Zielgruppe

Im Anschluss an die Einleitung folgt das große Kapitel mit Rezepten, das unterteilt ist in:

  • Weizenbrote
  • Dinkelbrote
  • Roggenbrote
  • Besondere Brote
  • Kleingebäck
  • Süßes Backwerk

Diese Anordnung finde ich persönlich ganz praktisch, vor allem, wenn man nur bestimmte Mehlsorten essen möchte oder nicht immer alle im Haus hat. 😉 Auf der einzelnen Rezeptseite findet sich ein Überblick über die Zubereitungs- und Gehzeiten, sowie die Zutaten. Alle Zubereitungsschritte sind übersichtlich in Blöcke unterteilt, sodass man beim Backen leicht die Stelle findet, an der man weitermachen möchte. Hier ein Beispiel aus dem Buch:

 

Insgesamt enthält Das große Buch vom Brot* nicht nur viele, sondern auch vielseitige Brotrezepte: Von Hefe- und Sauerteigen, Broten mit langer und kurzer Gare, über Brötchen, Baguettes und Stuten ist wirklich für jeden Anlass etwas dabei. Auch besondere Brote mit Quinoa, Sauerkraut oder Curry sind darunter. Die Rezepte sind dabei manchmal leicht, manchmal etwas anspruchsvoller. Es wird jedoch immer sehr genau beschrieben, was man machen soll (sogar die Knetzeiten in der Maschine sind auf die Minute genau angeben), sodass auch schwierige Brote gut gelingen.

Die einzigen zwei kleinen Kritikpunkte, die ich habe, sind: Erstens, dass es zwar Sauerteigbrote, aber keine richtige Sauerteiganleitung gibt. Das heißt, man weiß eigentlich nicht, wie man einen Sauerteig überhaupt selbst ansetzt. Es wird nur so etwas gesagt wie: Fragen Sie Ihren Bäcker nach einem Anstellgut… Das ist aber nicht so schlimm, denn ihr könnt ja meine Sauerteiganleitung nehmen. 😉 Mein zweiter Kritikpunkt ist, dass die süßen Brotrezepte etwas viel Hefe enthalten, sodass ich die Hefemenge selbst reduzieren muss. Zum Glück betrifft das aber nur die süßen und nicht alle Brotrezepte im Buch.

Ein echtes Highlight sind dagegen die Brotfotos von Silvio Knezevic: Das ganze Buch ist sehr schön und ganzseitig bebildert, z.B. mit diesen Fotos:

 

 

Zusammengefasst würde ich also sagen: Das große Buch vom Brot* ist ein gutes und sehr empfehlenswertes Backbuch mit vielen Rezepten, genauen Anleitungen und schönem Design. Für Dich ist es das Richtige, wenn…

  • Du Brotback-Anfänger bist und detaillierte Anleitungen und Rezepte möchtest
  • Du schon Erfahrungen mit dem Brotbacken hast und einfach gerne neue Inspiration hättest
  • Du ein tolles Geschenk für einen Hobbybäcker suchst

 

Ich hoffe, ich konnte Dir mit dieser Rezension weiterhelfen! Wenn Du ein tolles Backbuch kennst oder Dir eine bestimmte Rezension wünschst, schreib es mir doch in den Kommentaren! Bis bald,

Deine Ina

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