Paniermehl selber machen – prima Resteverwertung für Brot

Liebe Freunde! Ich hoffe, ihr seid alle wohlauf. Es wird heuer oft von Hamsterkäufen und leeren Regalen im Supermarkt berichtet. Ich will auch gar nicht viel dazu sagen. Nur das: Wenn wir wieder lernen würden, weniger Lebensmittel wegzuwerfen und die Lebensmittel, die wir haben, effizient aufzubrauchen, bräuchten wir viele dieser Hortereien gar nicht. Wie sieht es beispielsweise mit Karotten aus? Habt ihr schonmal das Möhrengrün abgebrochen und im Supermarkt liegen lassen? Viele tun das, weil sie gar nicht wissen, dass man Möhrengrün essen kann. In meinem Post von letzter Woche habe ich euch deshalb ein einfaches Rezept für Möhrengrün Pesto gezeigt. Ein anderes Beispiel ist Brot: Ihr glaubt gar nicht, wie viel unseres „Kulturguts“ Brot auf dem Müll landet. Dabei hat bestimmt jeder schon von Rezepten gehört, mit denen man altes und trockenes Brot aufbrauchen kann. Bei armen Rittern oder dem Scheiterhaufen wird aus altbackenem Brot eine Süßspeise. Bei Semmelknödeln oder Croutons wird altes Brot in Würfel geschnitten und weiterverarbeitet. Bei Paniermehl wird Brot getrocknet und fein gemahlen. Auch in Gemüse- oder Fleischfrikadellen kann man eingeweichtes Brot geben. Die Möglichkeiten sind quasi endlos und den meisten Leuten bekannt. Wieso werden sie also oft nicht mehr genutzt?     Es ist wohl Teil unserer Überflussgesellschaft, dass diese Art der Effizienz und Sparsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln als nicht mehr notwenig erachtet wird. Ich finde das schade und möchte mit meiner Kategorie Zero Waste dazu inspirieren, es anders zu machen. Macht ihr mit? :-) Heute geht es, wie ihr schon gelesen habt, um das Thema Paniermehl selber machen. Paniermehl oder auch Semmelbrösel sind ja nichts anderes als trockenes, gemahlenes Brot. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du altes Brot selber mahlen kannst und auch ganz viele Rezepte, mit denen du dein Paniermehl aufbrauchen kannst. Im Handel erhältliches Paniermehl besteht meistens ausschließlich aus billigem Weißbrot, dessen Geschmack mit ein paar Kräutern und zusätzlichem Salz intensiviert wird.     Wenn du Paniermehl selbst herstellst, kannst du helle und dunkle Brote mit Roggen, Dinkel, Weizen und allen möglichen anderen Getreidesorten verwenden. Das hat den Vorteil, dass dein Paniermehl einen vielschichtigeren Geschmack bekommt, ganz ohne zusätzliche Gewürze. Bei der Auswahl der Brote für dein Paniermehl solltest du nur eine wichtige Sache beachten: Wähle keine Brote mit Saaten (wie Leinsamen, Chiasamen, Sonnenblumen-, Kürbiskerne usw.)! Saaten und Kerne enthalten in ihrem Inneren Fette, die beim Mahlen freigesetzt werden und dafür sorgen würden, dass euer Paniemehl schnell ranzig wird. Ebenso verzichten solltest du natürlich auf Brote, die mit Käse überbacken oder mit irgendwas gefüllt sind – klar. Abgesehen davon kannst du aber alle herzhaften Brote verwenden, solange sie vollständig durchgetrocknet sind. In der folgenden Rezeptkarte zeige ich dir, wie es geht: Von Hand (ohne Geräte), mit dem Thermomix (bzw. einem anderen starken Mixer) oder (die etwas überraschende, aber sehr gute Methode:) mit dem Fleischwolf. Paniermehl selber machen – ohne Geräte, mit dem Thermomix oder mit einem Fleischwolf. Habt ihr das Rezept ausprobiert? Dann teilt eure Werke doch auf Instagram und taggt mich mit @baeckerina.de! Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf diesem Weg austauschen können. <3 [Dieser Beitrag enthält Werbung in Form von Markennennung.]