Kleine Espresso-Torte mit Amaretto

26. September 2017Ina
Blog post

Es wird mal wieder Zeit für eine Torte! Genauer gesagt eine Torte im kleinen Format: hübsche 18 cm misst mein Espresso-Törtchen und ist damit perfekt für die etwas kleinere Runde von 2-4 Personen geeignet. (Wenn man davon ausgeht, dass niemand einem zweiten Stück widerstehen kann ;-))

Ich muss ja ehrlich sagen: Ich bin eigentlich gar nicht so der Tortenmensch. Ich mag lieber Kuchen, am liebsten trockene Napfkuchen oder Obstkuchen mit Mürbeteig. An Torten stört mich meistens das – in meinem Empfinden – falsche Verhältnis zwischen Biskuit und Creme. Ich will nicht viel Creme und wenig Biskuit, ich will es umgekehrt! Aber das ist natürlich Geschmackssache. Was ich an Torten außerdem nicht mag, sind butterlastige, schwere Cremes wie bei einem Frankfurter Kranz. Wenn Torte, dann bitte fluffig und leicht!

 

 

So kommt es also, dass ich mich für die Tortenbäckerei am letzten Wochenende für eine Torte mit Joghurtcreme entschieden habe. Die liegt längst nicht so schwer im Magen wie eine Buttercreme und schmeckt dazu auch noch besser. Kombiniert habe ich die Creme mit einem Kakaobiskuit, Espresso und Amaretto. Ein Gedicht für alle, die wie ich eine Schwäche für Kaffee und den Geschmack dunkler Schokolade haben. Dazu noch Mandellikör! Was kann es besseres geben?

Zum Backen und Verzieren habe ich meinen Tortenring von Zenker* verwendet. Der ist leicht auf verschiedene Größen verstellbar, sodass ich damit Kuchen und Torten von 16 bis 30 cm Durchmesser machen kann. Ich schlage den Boden zunächst mit Backpapier ein, um darin den Biskuitteig zu backen. Später verwende ich denselben Tortenring noch einmal, um die Torte mit Creme zu füllen, ohne dass sie nach außen ausläuft. Ein echtes Multifunktionstool, ohne das ich mir Backen gar nicht mehr vorstellen kann 😉

Hier kommt das Rezept:

 

Rezept drucken

Kleine Espresso-Torte mit Amaretto

18-cm Torte mit in Amaretto getränktem Schokobiskuit und Espressocreme. Fertig in: etwa 14 Stunden

Zutaten

Für den Biskuitboden

  • 3 Eier
  • 100 g Zucker
  • 60 g Weizenmehl, Type 405
  • 40 g Kakao
  • 1 TL Backpulver
  • etwas Amaretto, zum Tränken

Für die Espressocreme

  • 6 Blätter Gelatine, weiß
  • 1 Tasse starker Espresso, frisch gebrüht
  • 600 g Joghurt
  • 125 g Zucker

Zum Verzieren

  • etwas Kakao, zum Bestreuen
  • nach Bedarf Mandelblättchen oder Raspelschokolade, für den Rand

Zubereitung

Biskuit zubereiten

  • 1)

    Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Einen Tortenring auf 18 cm einstellen und den Boden mit Backpapier einschlagen. Einfetten ist nicht nötig. Alternativ dazu kann auch eine Springform von 16-20 cm Durchmesser verwendet werden. Diese sollte jedoch mit etwas Butter eingestrichen werden, damit der Teig nicht anhaftet.

  • 2)

    Dann Mehl, Kakao und Backpulver vermischen. In einer zweiten Schüssel Eier, Zucker und 2 EL heißes Wasser verquirlen. Die Mehlmasse mit einem feinen Sieb darübersieben und so lange unterheben, bis ein homogener, flüssiger Teig entsteht.

  • 3)

    Den Teig in den Tortenring bzw. die Springform füllen und im Backofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 30-35 Minuten lang backen. Vollständig auskühlen lassen.

  • 4)

    Dann Backpapier abziehen und aus dem Tortenring lösen bzw. aus der Springform lösen. Mit einer Tortensäge in zwei gleich breite Schichten teilen. Die obere, vom Backen leicht gewölbte Schicht umdrehen und als Boden verwenden. Diesen Boden wieder mit dem Tortenring bzw. der Springform umschließen.

Creme zubereiten

  • 1)

    Für die Creme die Gelatine-Blätter in kaltem Wasser einweichen. Eine Tasse starken Espresso kochen. Joghurt mit Zucker vermengen.

  • 2)

    Dann die Gelatine-Blätter ausdrücken und im sehr heißen (aber nicht mehr kochenden) Espresso auflösen. Es ist wichtig, dass sich die Gelatine ganz auflöst und keine Stückchen bildet. Sollte das passieren, war der Espresso nicht heiß genug. In diesem Fall am besten einen neuen Espresso kochen und erneut versuchen, sonst bleiben die Stückchen auch in der Creme enthalten und das sieht nicht so schön aus 😉

  • 3)

    Die Espresso-Gelantine-Mischung in den Joghurt rühren. Die Creme ist zunächst recht flüssig. Das ist OK! Sie wird erst später im Kühlschrank fest.

Torte zusammensetzen und kühlen

  • 1)

    Den vorbereiteten Tortenboden teelöffelweise mit Amaretto beträufeln. Die Hälfte der Espressocreme darauf verteilen, dann den zweiten Tortenboden auflegen und ganz leicht festdrücken. Mit Amaretto beträufeln und dem Rest der Creme bestreichen. Über Nacht im Kühlschrank lagern.

Dekorieren

  • 1)

    Am nächsten Morgen die Torte aus dem Tortenring bzw. der Springform lösen und mit gesiebtem Kakaopulver bestreuen. Für den Rand gibt es unterschiedliche Dekorationsmöglichkeiten: Ich habe mich für einzeln nebeneinander gesetzte Mandelblättchen entschieden, die ich in zwei Reihen jeweils auf die Füllung aufgesetzt habe. Das ist zugegebenermaßen etwas umständlich. 😉 Man kann auch einfach Raspelschokolade nehmen und sie mit der flachen Hand andrücken.

Tipps

Wenn die Torte keinen Alkohol enthalten soll, kannst du natürlich auch etwas von dem Espresso aufheben, erkalten lassen und die Torte damit beträufeln. Beträufeln macht in jedem Fall Sinn, da die Torte dadurch viel saftiger wird.

Allgemein: Diese Rezeptkarte kannst du ausdrucken oder während der Zubereitung am Bildschirm geöffnet lassen. Wenn du eine Zutat hinzugefügt oder einen Zubereitungsschritt erledigt hast, klicke auf das Kästchen davor und die Zutat/der Zubereitungsschritt wird durchgestrichen. So kannst du immer direkt sehen, was du schon erledigt hast.

 

 

Espressotorte
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Espressotorte Mit Amaretto
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Espressotorte Mit Amaretto
Espressotorte Mit Amaretto
Espressotorte Rezept

2 Comments

  • Antonia

    20. Oktober 2017 at 20:21

    Hi Ina!
    Ich bin begeistert von dieser leckeren Idee. Kann es aber sein, dass du einen Schritt bei der Herstellung der Creme vergessen hast? Was mache ich mit dem Joghurt und der Espresso- Gelatine? Zusammenmischen und dann kaltstellen bis die Gelatine anzieht? So steht es jetzt bei mir im Kühlschrank und ist immer noch sagt flüssig und ich hoffe das Beste .
    Freu mich über eine Antwort!
    Liebe Grüße
    Antonia

    1. Ina

      20. Oktober 2017 at 22:24

      Hallo Antonia!
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich habe gerade nochmal nachgelesen und du hast völlig Recht: Ich habe doch tatsächlich vergessen, zu schreiben, dass die man die Espresso-Gelantine-Mischung mit dem Joghurt verrühren muss! Keine Ahnung, wie das passieren konnte 😉
      Ich habe das Rezept jetzt aber aktualisiert: Du musst zuerst die Espresso-Gelantine in den Joghurt rühren. Das ist zunächst sehr flüssig und wird auch nicht direkt fest. Gebe die Creme dann einfach so flüssig wie sie ist auf die Torte. Sie wird erst fest, wenn die Torte im Kühlschrank steht 🙂
      Ich hoffe es ist jetzt klarer und deine Torte gelingt! Danke, dass du mich darauf hingewiesen hast,
      Ina

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