Dinkel Frühstücksbrötchen mit Übernachtgare

28. Januar 2018Ina
Blog post

Es gab schon lange kein Brötchenrezept mehr auf meinem Blog! In letzter Zeit habe ich mich eher mit Brot (und davor mit Weihnachtsrezepten) ausgetobt, sodass meine Aufbackbrötchen, Milchbrötchen und Bagels schon etwas länger her sind. Jetzt war es aber wieder soweit: Ich benötigte dringend einen Resteverwertungsteig, da ich noch angebrochene Buttermilch und angefangenen Joghurt im Kühlschrank hatte und beide schnell aufgebraucht werden mussten. Da Brot durch Milchprodukte immer an Geschmack gewinnt, war mir sofort klar, dass ich einen Brot- oder Brötchenteig machen würde. Ich entschied mich für Brötchen, weil ich die schon so lange nicht mehr gebacken hatte. Die Idee für die Dinkel Frühstücksbrötchen war geboren. 😉

Wieso eigentlich Frühstücksbrötchen? Und wieso Übernachtgare? Aaalso: Wie ich ja schon an der einen oder anderen Stelle erwähnt habe, tut es Brotteigen immer gut, wenn sie mit wenig Hefe angesetzt werden und lange gehen dürfen, am besten bei recht kühlen Temperaturen. Wenn man einen Brotteig also am Abend ansetzt und über Nacht im Kühlschrank gehen lässt, hat man am nächsten Morgen einen aromatischen Teig, der genug Zeit hatte, Aromen zu entfalten. Besonders praktisch ist diese so genannte „Übernachtgare“ bei Brötchen, die man zum Frühstück essen möchte: Da man den kompletten Teig ja schon am Abend zuvor angesetzt hat und ein Großteil der Gehzeit morgens schon rum ist, braucht man nicht mehr viel Zeit, bis die Brötchen fertig sind. Man muss sie nur noch formen, kurz gehen lassen und backen. Schon sind sie fertig und man kann zum Frühstück frisch gebackene Brötchen genießen.

 

Dinkel Frühstücksbrötchen mit Übernachtgare

 

Wie meistens bei Brötchen habe ich auch die Dinkel Frühstücksbrötchen in etwas größerer Menge gebacken: Also mit 1 Kilogramm Mehl, was bei diesem Rezept für ganze 20 Brötchen ausreicht. Das ist natürlich recht viel und höchst wahrscheinlich wirst du für dein Frühstück nicht sooo viele Brötchen brauchen. Das macht aber nichts, denn du kannst den Rest prima einfrieren und bei nächster Gelegenheit noch einmal aufbacken, genau wie bei gekauften Aufbackbrötchen. Wie das im Detail geht, habe ich in der Rezeptkarte beschrieben. Hier findest du noch ein weiteres Rezept für leckere Aufbackbrötchen.

Übrigens: Wenn du noch weitere Frühstücksideen suchst, kannst du immer wieder mal unter dem Schlagwort „Frühstück“ nachschauen. Dort sammle ich alle Rezepte für die wichtigste Mahlzeit des Tages: Zum Beispiel selbstgemachte Aufstriche und Marmelade, selbst gebackenes Müsli oder eben leckere Brote und Brötchen.

Die Dinkel Frühstücksbrötchen machst du so:

 

Rezept drucken

Dinkel Frühstücksbrötchen mit Übernachtgare

Einfaches Dinkelbrötchen Rezept mit Kartoffeln und Buttermilch. Der Teig wird abends angesetzt und darf über Nacht im Kühlschrank ruhen. Am nächsten Morgen werden die Brötchen nur noch geformt und frisch aufgebacken! Ergibt 20 Stück.

Zutaten

Für den Hauptteig

  • 15 g Hefe, frisch
  • 225 ml Buttermilch
  • 200 ml Wasser
  • 350 g gekochte Kartoffeln, vom Vortag
  • 800 g Dinkelmehl, Type 630
  • 200 g Dinkelmehl, Vollkorn
  • 3 TL Salz
  • 2 TL Honig
  • 200 g Joghurt
  • etwas Roggenmehl, zum Verarbeiten

Zubereitung

Vorbereiten

  • 1)

    Zuerst die gekochten Kartoffeln (vom Vortag) fein zerstampfen. Die Buttermilch und das Wasser vermischen und nur lauwarm (nicht heiß!) erhitzen. Die Hefe darin auflösen.

  • 2)

    In einer Schüssel die beiden Mehle mit dem Salz vermischen. Eine Mulde formen, Honig und Joghurt hineingeben. Dann die Hefemischung, die Mehlmischung und die zerstampften Kartoffeln zusammen in die Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken zu einem recht festen Teig verkneten: etwa 10 Minuten auf langsamer und 4 Minuten auf schneller Stufe. Ziel ist, dass sich der Teig am Ende vollständig vom Schüsselrand löst.

  • 3)

    Die Schüssel dann mit einen Küchentuch abdecken und über Nacht (12 Stunden) unten im Kühlschrank lagern.

Weiterverarbeiten

  • 1)

    Am nächsten Morgen den Teig in der Schüssel zu einer Kugel zusammenfalten und auf die mit Roggenmehl bestaubte Arbeitsfläche geben. Kurz von Hand kneten, dann abwiegen und in 20 gleich schwere Stücke (à ca. 100 g) teilen.

  • 2)

    Die Stücke zu runden Brötchen formen und mit dem Schluss nach unten auf zwei Backblechen verteilen. Jeweils mit einem Küchentuch abdecken und 20 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

  • 3)

    Den Ofen auf 220 Grad Umluft vorheizen. Dabei auf dem Ofenboden ein mit Wasser gefülltes Blech mit erhitzen, um für die nötige Luftfeuchtigkeit im Ofen zu sorgen.

  • 4)

    Die fertig gegangenen Brötchen je zweimal schräg einschneiden. Das geht am besten mit einer scharfen Teppichmesserklinge.

Backen

  • 1)

    Die Bleche dann auf der untersten und der zweiten Schiene von oben einschieben und den Ofen schnell wieder schließen. Die Temperatur auf 200 Grad herunterschalten und die Brötchen 15-20 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

Variante zum Einfrieren

  • 1)

    Wenn du die Brötchen auf Vorrat backen und einfrieren möchtest, geht das am besten so: Backe sie wie oben beschrieben, reduziere aber die Backzeit um etwa 5 Minuten. Die Brötchen sollten kräftig angebacken sein, aber noch nicht ganz fertig. Nehme sie dann heraus und lasse sie vollständig auskühlen. Verpacke sie in Gefrierbeuteln und friere sie ein. Zum Aufbacken einfach aus der Truhe nehmen und bei 180 Grad Umluft etwa 10 Minuten backen. So schmecken sie wie frisch zubereitet 🙂

Tipp

Diese Rezeptkarte kannst du ausdrucken oder während der Zubereitung am Bildschirm geöffnet lassen. Wenn du eine Zutat hinzugefügt oder einen Zubereitungsschritt erledigt hast, klicke auf das Kästchen davor und die Zutat/der Zubereitungsschritt wird durchgestrichen. So kannst du immer direkt sehen, was du schon erledigt hast.

 

 

Dinkel Frühstücksbrötchen

 

2 Comments

  • Elke

    9. September 2018 at 15:29

    Hallo Ina,vielen Dank für das tolle Rezept. Ich hab zum ersten mal Brötchen gebacken und sie sind sogar gelungen. Zwar muss ich an der Form noch etwas arbeiten, aber der Geschmack ist super. Mache ich auf jeden Fall wieder und werde auch mal die anderen Brötchenrezepte ausprobieren. Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag, Elke

    1. Ina

      9. September 2018 at 15:59

      Hallo Elke! Schön, dass die Brötchen gelungen sind. Das mit dem Formen ist schon ein bisschen schwierig. Da muss man einfach üben, üben, üben… 🙂 Bleib dran! Deine Ina

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